Entwicklung und Optimierung des Zierpflanzenanbaus zu nachhaltiger und ökologischer Produktion im Rahmen eines Netzwerkes von Leitbetrieben und Versuchsanstellern
Beschreibung:
Die erfolgreiche Vermarktung von Zierpflanzen setzt aufgrund der Qualitätsansprüche der Verbraucher eine äußerlich einwandfreie Ware voraus. Innere Werte rücken hier häufig in den Hintergrund. Damit verbunden ist häufig ein sehr intensiver Pflanzenschutzaufwand, der neben möglichen Auswirkungen auf den Naturhaushalt auch Rückstände in den Pflanzen und einer Zunahme von Resistenzerscheinungen führen kann. In den letzten Jahren werden jedoch genau die Themen ‚Produktionsbedingungen‘ und ‚Rückstandsproblematik in den Pflanzen‘ von den Verbrauchern und Medien zunehmend hinterfragt. Folge ist eine zunehmende Nachfrage nach ökologisch erzeugten Zierpflanzen. Daraus folgend wächst das Bedürfnis der Praxis, den Einsatz chemisch synthetischer Pflanzenschutzmittel zu vermeiden bzw. ihn deutlich zu reduzieren.Ein kompletter Verzicht auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel scheint dabei derzeit nur schwer möglich zu sein. Zwar gibt es erste Pioniere, die den ökologischen Zierpflanzenanbau bei ausgewählten Kulturen praktizieren. Allerdings stoßen gerade diese Betriebe immer wieder an ihre Grenzen. Beispielhafte Modell- oder Versuchsbetriebe, an denen sich interessierte Praktiker orientieren könnten, gibt es nicht. Folge ist, dass viele Praktiker den Schritt zur Umstellung auf den Ökolandbau oder zumindest auf nachhaltigere Wirtschaftsformen, die sich als ökologisch tragfähiger, ökonomisch existenzfähig und sozial verantwortlich auszeichnen, nicht gehen können, um die mittelfristig die Existenz ihres Betriebes nicht zu gefährden. Zwar hat sich vor einiger Zeit die Anbaugemeinschaft Bio-Zierpflanzen gebildet, die genau diesen Bereich voranbringen will. Genau hier knüpft der vorliegende Projektantrag an. Mit der Förderung soll ein Netzwerk an Wissenschaft, Beratung und Praxis gebildet werden, dass mit Unterstützung von Leitbetrieben, diese Idee in der Praxis weiterbringen will durch - eine gezielte Koordinierung der Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf dem zu etablierenden ökologisch bzw. konventionell-nachhaltig wirtschaftenden Leitbetrieben und anderen Forschungseinrichtungen, - eine Einbeziehung der gesamten Handelskette vom Bündler bis um Einzelhandel, - einen intensiven Wissenstransfer zwischen allen aktiven und interessierten Akteuren.
Ausführendes Institut:
Bioland Beratung GmbH Details von Bioland Beratung GmbH
Übergeordnete Institution:
Bioland e.V. Details von Bioland e.V. (Rheinland-Pfalz)
Laufzeit:
04. 10. 2011 - 31. 12. 2014
Projektbudget:
351.989 €
Mitwirkende Institutionen:
- Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Details von Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Förderprogramm:
- BMELV - BÖLN - Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft Details von BMELV - BÖLN - Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft
Fachgebiet:
- Gartenbau
- Sonderkulturen
- Ökologischer Landbau
Forschungszweck:
Angewandte Forschung
Förderer:
- Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Details von (BMELV)
Träger:
- Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Details von BLE


