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Bedeutung von Bodenordnung in Ballungsrandgebieten als Instrument zur Steuerung/Verringerung der Umwidmung von landwirtschaftlich genutzten Flächen

Beschreibung:

Die Flächenneuinanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrsflächen zu Lasten der landwirtschaftlichen Flächen setzt sich ungebrochen fort, vor allem in den Ballungsrandgebieten. Umfang und Intensität des Freiraumverbrauchs sind offenkundig nicht alleine das Resultat quantitativer Einflussfaktoren, sondern wohl auch zu einem nicht unerheblichen Teil auf Steuerungsdefizite der Raumplanung und der Bodenordnung zurückzuführen. Die Bewältigung dieser Problematik stellt daher eine wesentliche Herausforderung für Raumplanung und Bodenordnung dar. Grundlage für die Beurteilung der Steuerungswirkungen des Instrumentariums ist zunächst die Kenntnis der wesentlichen Einflussparameter für die Flächeninanspruchnahme. Das Forschungsvorhaben geht dieser Frage im Rahmen einer statistischen Analyse anhand von Fallstudien nach. Sodann ist zu klären, welche dieser Faktoren durch Raumplanung und Bodenordnung beeinflussbar sind, um daraus entsprechende Schlussfolgerungen für den diesbezüglichen Handlungsbedarf zu ziehen. Das Instrumentarium und die Verfahren der Raumplanung und Bodenordnung sind materiell, formell und organisatorisch komplex und differenziert ausgestaltet. Insbesondere sind in den letzten Jahren Aspekte des Umwelt- und Ressourcenschutzes einschließlich des Bodenschutzes neu aufgenommen worden. Die Bodenschutzklausel im Städtebaurecht ist bereits seit 1.7.1987 im Baugesetzbuch zu finden. Das vorliegende Forschungsvorhaben sieht daher eine kritische Analyse und Bewertung der bestehenden formellen und informellen Verfahren und Instrumente der Raumplanung und Bodenordnung sowie auch deren Handhabung in Bezug auf den Freiraumschutz vor. Die Analyseergebnisse bilden die Grundlage für generelle Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Instrumente sowie hinsichtlich ihrer Anwendung. Vor diesem Hintergrund ergeben sich drei zentrale Forschungsfragen: 1. Welche Einflussfaktoren und Parameter prägen maßgeblich die Freirauminanspruchnahme und welche davon können durch die Instrumente der Raumplanung und der Bodenordnung beeinflusst werden? 2. Wie sind die bestehenden planerischen und bodenordnerischen formellen und informellen Instrumente im Hinblick auf die Steuerung landwirtschaftlich genutzter Flächen und hinsichtlich der der Verringerung der Umwidmungsrate ausgestaltet, wie werden sie in der Praxis tatsächlich gehandhabt und welche Effekte sind damit bezüglich der Nutzungssteuerung und der Freiraumsicherung erzielt worden? 3. Welcher Weiterentwicklungsbedarf besteht hinsichtlich der inhaltlichen und rechtlichen Ausgestaltung der Instrumente und deren Handhabung in der Praxis?

Ausführendes Institut:

Professur für Städtebau und Bodenordnung (ISBK) Details von Professur für Städtebau und Bodenordnung

Übergeordnete Institution:

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Details von Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Nordrhein-Westfalen)

Laufzeit:

09. 01. 2008 - 30. 08. 2009

Projektbudget:

36.495 €

Förderprogramm:

Fachgebiet:

  • Landschaftsplanung

Forschungszweck:

Angewandte Forschung

Förderer:

  • Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) Details von (MKULNV)

Träger:

  • Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) Details von MKULNV

Weitere Informationen:

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