Optimierung des Anbauverfahrens für Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum) als Kofermentpflanze in Biogasanlagen sowie Überführung in die landwirtschaftliche Praxis
Beschreibung:
Die Versuche zeigten, dass eine langjährige Nutzung der Pflanze ohne Ertragseinbußen möglich ist. Des Weiteren konnte im Rahmen mehrortiger Herkunftsprüfungen belegt werden, dass die Silphie über eine breite Standortvariabilität verfügt und in unterschiedlichen Regionen Deutschlands in ertraglicher Hinsicht mit Mais konkurrieren kann. Entscheidend ist eine optimale Bestandesdichte, die bei Pflanzung bei ca. 40.000 Pflanzen/ha liegt. Weitere Pflanzabstände erreichten zwar ähnliche Erträge wiesen aber im Anpflanzjahr deutlich geringere Konkurrenzkraft gegenüber Unkräutern auf. Eine Möglichkeit, im Anpflanzjahr einen Erlös zu erzielen bzw. auflaufende Unkräuter zu unterdrücken, wurde in der Pflanzung bzw. Saat der Silphie unter Deckfrucht gesehen. Allerdings erhöht sich bei diesem Verfahren, insbesondere in trockenen Jahren, das Anbaurisiko deutlich und der Ertrag der Silphie im Ertragsjahr bleibt in jedem Fall hinter denen der Reinkultur zurück. Erste Versuche zur Bestandesetablierung durch Aussaat, die in Zusammenarbeit mit der N. L. Chrestensen GmbH erfolgte, verliefen erfolgversprechend, setzen jedoch effiziente Unkrautbekämpfungsvarianten voraus. Verträglichkeitsprüfungen von Herbiziden bildeten einen weiteren Schwerpunkt des Themas. Zudem wurde ein Düngungsversuch, bei dem die Gärrestrückführung im Vergleich zur mineralischen Düngung geprüft wird, begonnen. Auch hier zeigten sich positive Ansätze, die jedoch noch zu bestätigen sind. Mit der Praxiseinführung ist 2007 auf 0,75 ha in Pahren begonnen worden. Hier erreichte die Silphie 2009 einen Mehrertrag von > 20 % gegenüber Mais. Weitere Flächen sind 2008 bis 2010 hinzugekommen, so dass sich der Anbauumfang gegenwärtig auf ca. 50 ha deutschlandweit beläuft. Auf Basis der Versuchsergebnisse und Erhebungen in der Praxis wurde das Anbauverfahren (Pflanzung) ökonomisch bewertet. Hier zeigte sich, dass die Silphie bei 11 Erntejahren in geeigneten Gebieten dem Mais wirtschaftlich ebenbürtig sein kann.
Ausführendes Institut:
Thüringer Zentrum Nachwachsende Rohstoffe Details von Thüringer Zentrum Nachwachsende Rohstoffe
Übergeordnete Institution:
Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) Details von (TLL) (Thüringen)
Laufzeit:
01. 05. 2007 - 30. 04. 2010
Projektbudget:
257.169 €
Förderprogramm:
- Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe Details von Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
Fachgebiet:
- Pflanzenbau
- Sonderkulturen
- Nachwachsende Rohstoffe
Forschungszweck:
Angewandte Forschung
Förderer:
- Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Details von (BMELV)
- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) Details von (BMU)
Träger:
- Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) Details von FNR


