Charakterisierung zellulärer Effekte von Kontaktallergenen in vitro: Analyse von Phosphotyrosin-Signaltransuktionswegen im Far Western Blot und Etablierung eines möglichen Screeningverfahrens
Beschreibung:
Eine allergische Kontaktdermatitis kann durch verschiedene niedrig molekulare Chemikalien ausgelöst werden. Bei der Entwicklung einer Kontaktallergie unterscheidet man eine Sensibilisierungs- und eine Auslösephase. In der Sensibilisierungsphase müssen diese auch als Kontaktallergene bzw. Sensitizer bezeichneten Chemikalien zunächst die Hautbarriere durchdringen und die in der Epidermis befindlichen dendritischen Zellen (Langerhanszellen) aktivieren, welche dann in die regionären Lymphknoten wandern und dort eine Immunreaktion induzieren. Daher besitzen sie häufig bestimmte physikochemischen Eigenschaften wie Hydrophobizität zur Durchdringung des Stratum corneum oder elektrophile Eigenschaften zur Bindung an Proteine, denn um dendritische Zellen zu aktivieren, müssen Sensitizer in der Haut stabile Proteinaddukte bilden. Darüber hinaus gibt es kaum strukturelle Gemeinsamkeiten. Um Chemikalien auf ihr sensibilisierendes Potential zu testen, ist man noch immer auf Tierversuche wie den Local Lymph Node Assay (LLNA) angewiesen. Im Bezug auf Kosmetika werden jedoch entsprechend der siebten Änderungsrichtlinie der Kosmetikrichtlinie Tierversuche zur gesundheitlichen Bewertung des sensibilisierenden Potentials ab 2013 verboten sein. Es ist daher erforderlich, Alternativmethoden zu entwickeln und zu validieren. Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen und auch vielversprechenden Ansätzen, welche sich derzeit jedoch fast alle noch im Stadium der Forschung und Entwicklung befinden. Am wahrscheinlichsten erscheint die Kombination von verschiedenen in vitro Assays, welche jeweils unterschiedliche Aspekte in der Entstehung der Kontaktallergie abbilden.Im vorliegenden Projekt soll der Fokus auf der gezielten und relativ globalen Erfassung von Signaltransduktionswegen nach Sensitizerbehandlung liegen.
Ausführendes Institut:
BfR - Abteilung 7: Sicherheit von verbrauchernahen Produkten (BfR - PRS) Details von BfR - Abteilung 7: Sicherheit von verbrauchernahen Produkten
Übergeordnete Institution:
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Details von (BfR) (Berlin)
Laufzeit:
01. 04. 2010 - 31. 12. 2010
Mitwirkende Institutionen:
- Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) Details von UKE
- Universität Connecticut (UConn) Details von UConn
Förderprogramm:
- BfR Förderung Details von BfR Förderung
Fachgebiet:
- Biotechnologie
Forschungszweck:
Angewandte Forschung
Förderer:
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Details von (BfR)
Träger:
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Details von BfR


