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Diskussion und Berwertung der möglichen Einführung einer Risikoausgleichsrücklage zum Ausgleich von wetter- und marktbedingten Risiken in der Landwirtschaft - Modellanalyse und Aufzeigen von Alternativen in Anlehnung an die steuerfreie Rücklage nach § 3 Forstschäden-Ausgleichsgesetz (ForstSchAusglG)

Beschreibung:

'In einer wissenschaftlichen Studie sind die Möglichkeiten zum Ausgleich von wetter- und marktbedingten Risiken in der Landwirtschaft zu untersuchen. Dabei ist als vorrangige Alternative die Einführung einer Risikoausgleichsrücklage umfassend gutachterlich aufzuarbeiten, in Anlehnung an die für die Forstwirtschaft bestehenden Regelungen im ForstSchAusglG auszugestalten und auf ihre praktische Wirksamkeit hin zu bewerten. Hierbei ist insbesondere auf folgende Bereiche einzugehen: – Feststellung des Krisenfalls und – Vorhaltung der liquiden Mittel. Darüber hinaus wird insbesondere eine Bearbeitung folgender Fragen erwartet: a. Ist die Landwirtschaft zunehmenden Wetter- und Marktrisiken ausgesetzt? Schwanken die Gewinne stärker? b. Gewinnt die Eigenvorsorge - als Ergänzung zu bereits bestehenden Maßnahmen des Risikomana-gements - an Bedeutung? c. Reichen die derzeitigen steuerlichen Instrumente zur Glättung von Gewinnschwankungen aus? d. Ist die Risikoausgleichsrücklage ein geeignetes Instrument zur Förderung der Eigenvorsorge und zur Glättung von Gewinnschwankungen? e. Bietet der vom DBV vorgelegte Formulierungsvorschlag eine gute Grundlage für die weitere Diskussion? Das Forschungsvorhaben ist interdisziplinär angelegt und soll neben einer betriebswirtschaftlichen Würdigung die steuerrechtlichen Problemkreise erschöpfend analysieren. Bei der Ausgestaltung der Rücklage ist zu beachten, dass es sich um ein effektives Risikomanagementinstrument handeln soll, das mit verfahrensrechtlichen, steuerrechtlichen und grundgesetzlichen Problemen verbunden ist. Hierzu bedarf es zusätzlich einer eingehenden Untersuchung der bisherigen und eine möglichst genaue Prognose der zukünftigen Ergebnisschwankungen im Bereich der Landwirtschaft. Dies könnte möglicherweise auf der Grundlage der Daten des Testbetriebsnetzes des BMELV geschehen. Im Ergebnis sind mögliche Lösungsvorschläge für die Umsetzung zu entwickeln. Zudem sind Handlungsempfehlungen für das Ministerium zu erarbeiten.'

Ausführendes Institut:

Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre (410) Details von Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre (410)

Übergeordnete Institution:

Universität Hohenheim (UH) Details von (UH) (Baden-Württemberg)

Laufzeit:

13. 09. 2010 - 14. 03. 2011

Projektbudget:

37.482 €

Förderprogramm:

Fachgebiet:

  • Agrarökonomie
  • Klimawandel

Forschungszweck:

Angewandte Forschung

Förderer:

  • Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Details von (BMELV)

Träger: