Entwicklung einer Strategie zum Virulenzmanagement beim Apfelwicklergranulovirus und zur Regulierung des Apfelwicklers im Ökologischen Obstbau

Der Apfelwickler stellt für den Ökologischen Obstbau einen der bedeutendsten Schaderreger dar. Er kann bei unkontrollierter Verbreitung zu massiven Ertragsausfällen führen, da befallene Äpfel in der Regel nicht mehr vermarktungsfähig sind. In der Vergangenheit bestand die einzige Möglichkeit der Regulation in dem Einsatz des Apfelwicklergranulovirus, ggf. kombiniert mit Pheromonen. Allerdings wurde in der Vergangenheit eine zunehmende Minderempfindlichkeit verschiedener Apfelwicklerpopulationen gegenüber den verschiedenen am Markt erhältlichen Apfelwicklergranuloviruspräparaten beobachtet, insbesondere auf Flächen, auf denen ein langjähriger Einsatz des Virus erfolgte. Folge ist, dass sich vermehrt minderempfindliche Populationen ausbreiten und durch die Viruspräparate häufig nur eine sehr eingeschränkte Wirkung zu erwarten ist. Auf Basis der Ergebnisse eines in 2005 initiierten Vorhabens sollen im Rahmen dieses Verbundprojektes grundlegende Fragen eines möglichen Virulenzmanagements geklärt sowie verschiedene Bausteinstrategien zur Apfelwicklerregulierung (z.B. Nematoden, Trichogramma), kombiniert mit einer praxistauglichen Pilzbekämpfung im ökologischen Obstbau, entwickelt und getestet werden. Mit Unterstützung von Beratung und Praxis sollen deren Wirksamkeit und Praktikabilität in den einzelnen Obstanbauregionen überprüft werden.

Laufzeit:

2010 - 2014

Gesamtfördermittel:

Koordinierende Institution:

Institut für biologischen Pflanzenschutz (JKI-BI) Details von JKI-BI

Bereichsleiter:

    Teilprojekte

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