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Ermittlung forstlicher und ökologischer Kosten und Handlungsoptionen bei Massenvermehrungen des Schwammspinners in Bayern

Projekt

Produktionsverfahren

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Produktionsverfahren


Förderkennzeichen: Z073
Laufzeit: 01.12.2018 - 31.12.2021
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Schädlingsbekämpfung, Eiche, Schädlinge, Biodiversität, Zuwachs, Klima

In den Eichenwäldern Bayerns konnte 2018 nach 1992/93, 2004/05 und 2009/2010 erneut eine Gradation des Schwammspinners beobachtet werden. Die aktuellen Prognosen der LWF gehen von noch deutlich größeren betroffenen Waldflächen in Franken für 2019 aus. Die Raupen des Schwammspinners können bei hohen Dichten einen Kahlfraß an der Eiche und auch anderen Baumarten verursachen. Dessen langfristige Auswirkungen auf das Wachstum und die Mortalität der Eiche, aber auch auf anderer Baumarten sind bis heute wie bei ähnlichen Systemen noch nicht vollständig bekannt. Diese lichten, wärmegetönten Eichenmischwälder sind Hotspots der Insektenvielfalt in Bayern mit vielen hochbedrohten Arten. Andererseits können Gradationen durchaus bestandsgefährdent sein. Die EU-Kommission hat daher klargestellt, dass Bekämpfung bestandsbedrohenden Befalls, speziell auch in sekundären Lebensraumtypen, eine Erhaltungsmaßnahme im Sinne der FFH-Richtlinie darstellen können. Die Auswirkungen des Schwammspinners auf die Eichen und die Umweltwirkungen einer Bekämpfung spielen daher eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Das vorgeschlagene Forschungsprojekt möchte die Chance der aktuellen Gradation des Schwammspinners nutzen, bestehende Wissensdefizite auszuräumen. Es sollen Untersuchungen durchgeführt werden, die zukünftig eine bessere Abschätzung der forstlichen und ökologischen Risiken eines Schwammspinnerausbruchs und seiner Bekämpfung ermöglichen. Da aufgrund der klimatischen Veränderungen in Mitteleuropa eine Verkürzung der Massenvermehrungsintervalle zu erwarten ist, werden zukünftig Entscheidungen über eine Bekämpfung noch öfter getroffen werden müssen als heute. Es ist wichtig zu betonen, dass bestimmte Effekte des Schwammspinners auf den Wald und von den Insektiziden auf die Nichtzielorganismen möglicherweise erst langfristig in ihrem vollen Ausmaß zu erkennen sein werden.

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