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Proteomische Analyse von zellulären Veränderungen nach Kontaktallergenbehandlung in humanen monozytären Zelllinien und primären Dendritischen Zellen. 2017: Transkriptomische und proteomische Analyse von T-Zellen und monozytären dendritischen Zellen

Projekt


Förderkennzeichen: BfR-CPS-08-1322-470
Laufzeit: 01.03.2011 - 31.12.2017
Forschungszweck: Angewandte Forschung

Verschiedene Chemikalien besitzen das Potential, eine allergische Kontaktdermatitis auszulösen. Bei der Entwicklung einer Kontaktallergie unterscheidet man eine Sensibilisierungs- und eine Auslösephase. In der Sensibilisierungsphase müssen diese auch als Kontaktallergene bzw. Sensitizer bezeichneten Chemikalien zunächst die Hautbarriere durchdringen. Sie aktivieren dann in der Epidermis befindliche dendritischen Zellen (DCs), welche daraufhin in die Lymphknoten wandern und dort eine T-Zell vermittelte Immunantwort induzieren. Die Sensitizer umfassen ein breites Substanzspektrum und es gibt kaum strukturelle Gemeinsamkeiten. Es sollen hier verschiedene proteomische Techniken eingesetzt werden, um mögliche Biomarker für die Kontaktallergie in dendritischen Zellen zu identifizieren. Zu Beginn des Projektes lag der Fokus vor allem auf 2D-Gel basierten Techniken. Seit ca. 1,5 Jahren liegt der Fokus auf der Untersuchung von Membranproteinen. Es ist bekannt, dass beim Aktivierungsprozess von DCs auf Ebene der Zellmembran viele Veränderungen ablaufen und sich die Proteinzusammensetzung signifikant verändert. Mit proteomischen Ansätzen lassen sich neue Proteine identifizieren, welche anschließend mit weiteren Methoden auf ihre Eignung als Biomarker untersucht werden können. Ziel ist es, die zellulären Veränderungen in DCs während der Aktivierungsphase besser verstehen und so mögliche Biomarker für die Entwicklung eines in vitro Testsystems finden zu können. Bei der Entwicklung von verlässlichen in vitro Alternativen für die Testung des Endpunkts Sensibilisierung müssen verschiedene in vitro Assays kombiniert werden, um die jeweils unterschiedlichen Aspekte in der Pathogenese der Kontaktallergie abzubilden.

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