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Verbundprojekt: Reduktion der Ammoniak- und Lachgasemissionen sowie Verringerung der Nitratauswaschung durch Struvitbildung in Gülle und Gärrest bei gleichbleibender Düngewirkung - Teilprojekt B (RALVeN)

Projekt


Förderkennzeichen: 281D305B22
Laufzeit: 15.05.2024 - 14.05.2027
Fördersumme: 189.970 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Ackerbau, Düngung, Emissionen, Klimaschutz, Landtechnik, Wirtschaftsdünger

Ziel: Das Projektteam plant die Reduktion für Nitratauswaschung, Ammoniak- und Lachgasemission aus Gülle oder Gärrest von 10-20% ohne Düngewerteinbußen. Technik: Das in Gülle und Gärresten verfügbare ortho-Phosphat soll in Form von Struvit (MgNH4PO4)*6H2O gefällt werden. Dadurch wird frei verfügbares Ammonium in eine bei pH 7 unlösliche Form überführt. Dennoch bleibt das Ammonium pflanzenverfügbar, da sich Struvit bei pH-Werten unter 6 gut auflöst und Wurzelexudate in der Mikroumgebung um Wurzeln eine Zone niedriger pH-Werte generieren. Das nun gelöste Ammonium kann -wie Phopshpor und Magnesium- rasch von den Pflanzen aufgenommen werden. Die Ammoniakemissionen werden verringert, da die freie Ammoniumkonzentraion in der Gülle verringert ist. Solange Ammonium im Struvit gebunden ist, kann es von Mikroorganismen weder nitrifiziert noch denitrifiziert werden. Nur für die kurze Zeit zwischen Struvitauflösung und Pflanzenaufnahme ist struvitbürtiges Ammonium mikrobieller Aktivität - und damit der Umwandlung zu Nitrat oder Lachgas-ausgesetzt. Wir schätzen das Reduktionspotenzial für Nitratauswaschung, Ammoniak- und Lachgasemission auf 10-20% ohne Düngewerteinbußen.

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