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Entwicklung und Evaluierung von Ökologischem Heterogenem Material und Sortenmischungen bei Sommerkörnererbse mit Berücksichtigung von Fuß- und Wurzelkrankheiten, Verarbeitungsqualitätseigenschaften sowie Eignung für den Anbau in Gemengen - ZALF (LegumeMix)

Projekt


Förderkennzeichen: 2824EPS005
Laufzeit: 01.01.2025 - 31.12.2027
Fördersumme: 126.630 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Ackerbau, Erbse, Klimaanpassung, Klimaschutz, Ökologischer Landbau

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, Grundlagen für die Entwicklung von Sommerkörnererbsen mit besonderer Eignung für den Ökologischen Landbau zu schaffen unter Einbezug der kürzlich erweiterten rechtlichen Möglichkeiten zur Nutzung genetischer Diversität im Rahmen der neuen EU-Verordnung Ökologischer Landbau (2018/848/EU). Angestrebt wird die Erhöhung der Pufferkapazität (Resilienz) gegenüber biotischen und abiotischen Stressfaktoren durch gesteigerte genetische Vielfalt über die Entwicklung Ökologischen Heterogenen Materials (ÖHM) im Sinne der neuen EU-Öko-Verordnung und von Sortenmischungen. Untersuchungen belegen die positiven Effekte erhöhter Diversität: Bei Körnererbsen konnte durch gesteigerte morphologische Diversität in Mischung von Genotypen mit verschiedenen Blattformen deutlich höhere positive Ertragseffekte realisiert werden als diese beispielsweise für Getreidesortenmischungen bekannt sind. In Bezug auf die Entwicklung komplexer Sortenmischungen bzw. von ÖHM bei Körnererbsen bestehen jedoch noch erhebliche Kenntnislücken, die im vorliegenden Projekt geschlossen werden sollen. Untersucht werden in den ersten beiden Arbeitspaketen des Projekts grundlegende Fragestellungen zur Zuchtmethodik und zu Selektionskriterien für die Entwicklung von ÖHM und Sortenmischungen. In weiteren Arbeitspaketen werden Resistenz- und Toleranzeigenschaften verschiedener Erbsen-Genotypen gegenüber Wurzelkrankheiten untersucht sowie Qualitäts- und Verarbeitungseigenschaften, letztere insbesondere im Bereich der Nutzung für die Humanernährung. Um Genotypen (einschließlich ÖHM und Mischungen) mit Eignung für dieses Anbausystem zu identifizieren, werden alle Versuche im Gemenge mit Getreide angelegt, z. T. zum Vergleich auch in Reinkultur. Die Strategien der Erhöhung der Resilienz durch intra- mit interspezifischer Diversität werden im Projekt somit kombiniert.

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