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Verbundprojekt: Entwicklung einer sicheren Q-Fieber-Vakzine für Wiederkäuer mittels Elektronenstrahl-inaktivierter Coxiellen - Teilprojekt A (COX-SAVE)

Projekt


Förderkennzeichen: 281C810A21
Laufzeit: 01.03.2024 - 30.04.2027
Fördersumme: 183.236 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Zoonosen, Tierhaltung, Rinder, Kleinwiederkäuer, Bakteriologie, Tierschutz, Tierwohl, Therapie

Coxiellose ist ein weit verbreitetes Problem in der Rinderhaltung und wird durch das gramnegative Bakterium Coxiella (C.) burnetii verursacht. Als Erregerreservoir gelten infizierte Wiederkäuer, die C. burnetii in großen Mengen bei Aborten oder Normalgeburten ausscheiden. Darüber hinaus erfolgt eine Ausscheidung über Milch, Kot und Urin. C. burnetii wirkt sich negativ auf die Gesundheit von Mutterkühen und Kälbern aus und führt zu Tierverlusten und erhöhtem Medikamenteneinsatz. In Europa ist ein inaktivierter Impfstoff (Coxevac®) für Rinder und Ziegen zugelassen. Aufgrund des zeitlich begrenzten Schutzes und schwerer Nebenwirkungen ist ein verbesserter Coxiellen-Impfstoff erforderlich. Die derzeitigen Impfstoffe werden durch eine zeitaufwändige chemische Inaktivierung hergestellt. Daher besteht ein dringender Bedarf an der Entwicklung innovativer Inaktivierungsmethoden. Eine solche neue Methode ist die "Low Energy Electron Irradiation" (LEEI). Hierbei bleiben die Proteinantigene weitgehend intakt. In den geplanten Studien soll die Wirkung der LEEI-Vakzine auf die Immunantwort am Schaf als Modellspezies untersucht werden, bevor sie in einer 2. Studienphase an der Zielspezies Rind getestet wird. Ein sicherer und besser verträglicher Impfstoff wird einen positiven Beitrag zum Gesundheitsmanagement in Milchvieh-, Jungvieh-, Kälberaufzucht- und Mutterkuhbetrieben leisten und den Einsatz von Antibiotika reduzieren. Beides sind wichtige Eckpfeiler des "One Health"-Konzeptes. Moderne wirksame Impfstoffe sprechen sowohl humorale als auch zelluläre Träger der Immunität (APCs, B- und T-Zellen) an und aktivieren so eine effiziente schützende Immunantwort. In den geplanten Studien wird daher diese komplexe Aktivierung der Immunabwehr mit verschiedenen modernen immunologischen Methoden und Verfahren (Fluoreszenz-/Elektronenmikroskopie, ELISA, ELISPOT, Durchflusszytometrie und immun-biochemische Analysen) untersucht.

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