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Alte Häuser – neue Wünsche? Ländliches Wohnen auch jenseits des selbstgenutzten Eigenheims

Projekt


Förderkennzeichen: TI-LV-23-LV-2023-2632
Laufzeit: 01.04.2023 - 31.10.2027
Forschungszweck: Bestandsaufnahme & Abschätzung
Stichworte: Ländliche Räume, Sozialer/demografischer Wandel

Das Bild ländlichen Wohnens ist vom selbstgenutzten Eigenheim geprägt. Doch erfüllen auch hier Miet- und Geschosswohnungen die Wohnbedürfnisse einer Vielzahl von Haushalten, unter lang Ansässigen und Zugewanderten gleichermaßen. Wohnen in ländlichen Räumen ist wenig untersucht. Sowohl zur Struktur der Wohnungsmärkte (Angebot) als auch zur Nutzung und zu Wohnwünschen (Nachfrage) gibt es kaum aktuelle bundesweite Untersuchungen. Wenngleich das selbstgenutzte und möglichst freistehende Eigenheim unangefochten das Ziel vieler Wohnkarrieren ist, dessen Realisierung gerade in ländlichen und suburbanen Räumen als erstrebenswert gilt, so sieht es um die tatsächlichen Wohnverhältnisse anders aus: Mietwohnen und Geschosswohnungsbau sind in ländlichen Räumen weitaus verbreiteter, als allgemeine Vorstellungen über ländliches Wohnen vermuten lassen. Zugleich ist das Eigenheim mit seiner meist an die Kernfamilie in deren Gründungs- und Erweiterungsphase angepassten Struktur und Aufteilung für andere Haushaltsformen nur bedingt geeignet. Unser Projekt zielt zunächst auf eine Bestandsaufnahme ländlichen Wohnens in materiell-physischer sowie in subjektiver Perspektive ab. In einem zweiten Schritt möchten wir anhand ausgewählter Fallbeispiele untersuchen, wie sich Wohnraumangebot und -nachfrage in unterschiedlichen Typen ländlicher Räume darstellen, für welche Haushalte und soziale Gruppen Defizite bestehen und welche lokalen Strategien vor Ort existieren, um Angebot und Bedarfe abzugleichen.

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