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Bio-Obstbau-Netzwerk zur Entwicklung und Erprobung resilienter Betriebssysteme unter Einbezug der gesamten Wertschöpfungskette (Aufbau eines Bio-Obstbau-Netzwerk zur Entwicklung und Erprobung resilienter Betriebssysteme)

Projekt


Förderkennzeichen: 2824OE008A
Laufzeit: 20.02.2026 - 31.03.2031
Fördersumme: 685.857 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Agrobiodiversität, Biologischer Pflanzenschutz, Insekten, Kernobst, Klimaanpassung, Marketing, Obstbau, Pflanzenbau, Steinobst, Ökologischer Landbau

Die meisten deutschen Öko-Obstbaubetriebe haben ihren Schwerpunkt auf der Kultur Apfel mit wenigen Hauptsorten und sind daher stark vom Input externer Ressourcen, vor allem Pflanzenschutzmitteln, abhängig und sehr anfällig für Störfaktoren durch den Klimawandel. Ziel des Projektes ist es, in einem partizipativen Prozess unter Einbezug der gesamten Wertschöpfungskette und in allen großen Obstbauregionen regional angepasste Strategien für eine vermehrte Resilienz der Betriebe durch einen weniger Input-abhängigen Anbau und eine höhere Vielfalt von robusten Apfelsorten und Birnen sowie ggf. auch Aprikosen zu erarbeiten. Vor allem im Apfelsortenbereich setzt der Markt sehr gegensätzliche Anreize. Clubkonzepte verstärken zunehmend die Abhängigkeit der Betriebe und schließen bestimmte Betriebstypen aus, die nicht an die passenden Vermarktungsstrukturen angeschlossen sind. Für die Umsetzung der entwickelten Strategien soll daher in Zusammenarbeit mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein Dachmarkenkonzept inhaltlich und fachlich ausgearbeitet werden, das allen Betrieben offensteht und eine Sortenvielfalt auf dem Betrieb ermöglicht. Entwickelt werden dabei auch Strategien zu einem verbesserten Boden- und Wassermanagement, der verstärkten Nutzung funktioneller Biodiversität und der Optimierung der Gesamt-Ökosystemdienstleistungen. Zusätzlich soll auf der Basis der Projektergebnisse und einer Betriebsbefragung über seitherige und künftig geplante Strategien für mehr Resilienz ein 'Resilienz-Check' in den Betriebsvergleich 4.0 des ZBG integriert werden. Für eine optimale nützlingsschonende Strategie ist das Wissen um die Nebenwirkungen der Pflanzenschutzmittel ein zentrales Instrument. Diese Informationen sind derzeit aber nur begrenzt verfügbar und teilweise widersprüchlich. Durch das JKI soll das vorhandene Wissen zusammengetragen, mit Experten diskutiert und als attraktives Angebot für Praxis und Beratung aufbereitet werden.

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