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Verbundprojekt: Plasma-behandeltes Wasser als Eis zur Reduktion der mikrobiellen Belastung von Aquakulturprodukten: Verlängerung der Haltbarkeit, Verzögerung der Melanose - Teilprojekt D (PlasEis)
Projekt
Förderkennzeichen: 281E113D23
Laufzeit: 01.01.2026
- 31.12.2028
Fördersumme: 104.805 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Aquakultur, Fische, Lebensmittelhaltbarkeit, Lebensmittelqualität, Mikroorganismen
Die Aquakultur ist eine nachhaltige Alternative zum Wildfang und trägt entscheidend zur Deckung des Bedarfs an Fisch und Garnelen bei. Allerdings muss bei der Lagerung und dem Transport die Produktsicherheit gewährleistet werden, um auch eine möglichst lange Haltbarkeit der Aquakulturprodukte zu erreichen. Dabei stellt der durch Mikroorganismen hervorgerufene Verderb ein Problem dar (Lebensmittelverschwendung). Insbesondere Aquakulturbetreiber sind aufgrund des Aufwands bei der Produktion z.B. hohe Energie- und Wasserkosten darauf angewiesen den Fisch oder die Meeresfrüchte möglichst schnell und hygienisch einwandfrei an den Endkunden zu bringen, um eine regionale und nachhaltige Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Bislang wurden Aquakulturprodukte lediglich auf Eis aus Leitungswasser gelagert. Aber der Bedarf an zusätzlichen Möglichkeiten zur Verlängerung der Haltbarkeit steigt. Hier setzt die Idee von Plasma-behandeltem Wasser als Eis ein. Im Vergleich zu Ozon oder UV ist die antimikrobielle Effektivität von physikalischem Plasma nicht nur auf eine Wirkkomponente beschränkt. Plasma ist durch die Bildung verschiedener reaktiver Stickstoff- und Sauerstoffspezies wie Singulett-Sauerstoff, Wasserstoffperoxid, Nitrit und Nitrat gekennzeichnet, die selbst eine antimikrobielle Wirkung haben oder daran beteiligt sind. Zudem werden keine toxischen Chemikalien benötigt. Die gebildeten reaktiven Spezies werden nach der Vermittlung der antimikrobiellen Wirkung wieder zu ungefährlichen Substanzen umgewandelt. Darüber hinaus wird untersucht inwieweit Plasma-behandeltes Wasser als Eis die Enzyme inhibiert, die eine Melanose (Braunverfärbung) bei Garnelen verursachen. Durch die technische Kombination einer Eismaschine mit einer Plasmaquelle wird ein System etabliert, das ein aktiv antimikrobiell wirksames und Enzym-hemmendes Eis herstellt. Dies wird die Haltbarkeit und Vermarktbarkeit von Aquakulturprodukten erhöhen, Lieferketten sicherer machen und Absatzmärkte ausbauen.
Abschnittsübersicht
Fachgebiete
- Lebensmittelmikrobiologie
- Marikultur
Rahmenprogramm
Förderprogramm
Ausführende Einrichtung
Zugehörige Projekte: PlasEis
- Verbundprojekt: Plasma-behandeltes Wasser als Eis zur Reduktion der mikrobiellen Belastung von Aquakulturprodukten: Verlängerung der Haltbarkeit, Verzögerung der Melanose - Teilprojekt A
- Verbundprojekt: Plasma-behandeltes Wasser als Eis zur Reduktion der mikrobiellen Belastung von Aquakulturprodukten: Verlängerung der Haltbarkeit, Verzögerung der Melanose - Teilprojekt B
- Verbundprojekt: Plasma-behandeltes Wasser als Eis zur Reduktion der mikrobiellen Belastung von Aquakulturprodukten: Verlängerung der Haltbarkeit, Verzögerung der Melanose - Teilprojekt C