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Respiratorischer Mukus als One Health Schnittstelle (ONEMUC)
Projekt
Förderkennzeichen: FLI-IMVZ-23-Ri-1158
Laufzeit: 01.03.2026
- 31.12.2030
Forschungszweck: Experimentelle Forschung
Stichworte: Zoonosen, Influenzaviren, Virus-Wirt-Interaktion, Respiratorischer Schleim, Virusanpassung, Artspezifität, Übertragungsmechanismen
ONEMUC untersucht, wie respiratorischer Schleim als artspezifische Barriere die Anpassung und Übertragung von Influenza-A-Viren zwischen Vögeln, Säugetieren und dem Menschen beeinflusst. Respiratorischer Schleim stellt die erste Verteidigungslinie gegen Atemwegsinfektionen dar, ist jedoch gleichzeitig eine bislang unzureichend verstandene Schnittstelle für zoonotische Viren. Im One-Health-Verbundprojekt ONEMUC wird untersucht, wie Unterschiede in der Zusammensetzung und Struktur des Schleims die Infektion, Replikation und Übertragbarkeit von Influenza-A-Viren zwischen verschiedenen Wirtsarten beeinflussen. Das Teilvorhaben am FLI fokussiert auf die Interaktion von Influenzaviren mit Schleimbarrieren in Vögeln und Säugetieren. Mithilfe differenzierter Air-Liquid-Interface-(ALI)-Atemwegsepithelkulturen sowie moderner molekularer und bildgebender Verfahren werden artspezifische Unterschiede in Schleimzusammensetzung, Virusreplikation und Wirtsantwort systematisch analysiert. Ziel ist die Identifizierung viraler genetischer Determinanten, die eine Überwindung der Schleimbarriere ermöglichen. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse zu frühen Infektionsprozessen und zur Anpassung zoonotischer Viren. Langfristig sollen sie zur Entwicklung innovativer Präventionsstrategien beitragen, etwa durch verbesserte Risikoabschätzung, neue diagnostische Ansätze oder schleim-basierte antivirale Konzepte („Mucus-Decoys“). Damit leistet ONEMUC einen wichtigen Beitrag zur Pandemievorsorge im Sinne des One-Health-Ansatzes.
Abschnittsübersicht
Fachgebiete
- Verfahrenstechnik
- Toxikologie
Rahmenprogramm
Förderprogramm
Ausführende Einrichtung
FLI - Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie (FLI - IMVZ)