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HerItabilität beim Rind aus der Holobiont-Perspektive (Hi-HOPE)
Projekt
Förderkennzeichen: FLI-IMP-23-Je-0311
Laufzeit: 01.10.2025
- 31.01.2029
Forschungszweck: Experimentelle Forschung
Stichworte: Metabolism, Mikrobiom, pathogene E. coli, E. coli, Vererblichkeit, Shigatoxin-bildende E. coli, Rinder
Erblichkeit ist definiert als die Summe der genetischen Faktoren des Wirts, die die Variabilität einer Population erklären. Während sich die Forschung im 20. Jahrhundert hauptsächlich auf die Wirtsgene konzentrierte, die unmittelbar phänotypische Merkmale beeinflussen, kann das neuere Konzept des Holobionten, das den Wirt und die Gesamtheit der mit ihm auf den verschiedenen inneren und äußeren Oberflächen lebende Mikroflora (Mikrobiom) betrachtet. Es wurde gezeigt, dass die Summe der Wirtsgene und die seiner Symbionten besser eine Populationsvariation erklärt. Daher kann Forschung in dieser Richtung dazu beitragen, vorteilhafte vererbte Merkmale eines höheren Tieres zu charakterisieren, zu denen Ernährungseffizienz, Darmhomöostase, Anfälligkeit für Krankheiten usw. gehören. Hi-HOPE wird sich ein gut etabliertes Reproduktionsverfahren mithilfe von Embryotransfer in Milchbetrieben in Deutschland zunutze machen. Es soll ein enterales Kernmikrobiom identifiziert werden, das durch die Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Rindern gegen die Darmbesiedelung durch pathogene und zoonotische Bakterien sowie antibiotika-resistente Bakterien von Vorteil ist. Hi-HOPE stellt einen ersten Ansatz dar, die Erblichkeit im Kontext des Holobionten beim Rind zu erforschen und hat das Potenzial, neue ökologische und molekulare Erkenntnisse zu liefern, die über seinen Rahmen hinausgehen und auf Menschen und andere Tiere angewendet werden können.
Abschnittsübersicht
Fachgebiete
- Tierzucht
- Tiergesundheit