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Green-Topping: Anlage und Evaluierung regional angepasster Saatgutmischungen zur Steigerung der Multifunktionalität mittelintensiv genutzten Grünlands (Green-Topping II)

Projekt

Produktionsverfahren

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Produktionsverfahren


Förderkennzeichen: A/20/05
Laufzeit: 01.09.2020 - 31.08.2023
Fördersumme: 385.415 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Diversität, Wirtschaftsgrünland, autochthones Saatgut, Futterqualität

Grünland bietet durch seine ökologische Vielfalt bei gleichzeitig guter landwirtschaftlicher Nutzbarkeit hervorragende Möglichkeiten für die Verwirklichung nationaler und internationaler Biodiversitätsziele. Lange hatte Grünland die Hauptfunktion, durch optimierte Raufutterproduktion aus standardisierten Saatgutmischungen mit wenigen Mischungskomponenten entscheidend zur Milch- und Fleischproduktion beizutragen. Zukünftige Funktionen des Grünlands betreffen den Biodiversitätsschutz und die Anpassung an den Klimawandel. Die entsprechenden Ökosystemleistungen werden durch die zunehmende Verfügbarkeit gebietsheimischen Saatguts unterstützt, wobei Forschungsbedarf für die großflächige Anwendung artenreicher Feldfutterbau- und Grünland-Mischungen mit regionaler Spezialisierung besteht. Dadurch ermöglicht das regionale Grünland eine qualitative Veredlung aufgrund der enthaltenen Pflanzenarten und deren Bestandteile. Gleichzeitig kann die Klimabilanz der Landwirtschaft durch Raufutter verbessert werden, das zu einem geringeren Methanausstoß von Widerkäuern führt. Es fehlt jedoch konkretes Wissen zum Saatguteinsatz zusätzlicher krautiger Arten in intensiv genutzten Beständen des Grünland- und Feldfutterbaus. Ziel des vorliegenden Projekts ist es, eine Artenmischung zu entwickeln und anzuwenden, die trotz veränderter Futterqualität eine Silierbarkeit beibehält und im betrieblichen Ablauf ohne Sonderbedingungen eingegliedert werden kann. Ferner sollen die veränderten Rohprotein- und Rohfasergehalte in einem Rahmen gehalten werden, der sich gut in bestimmte Betriebszweigen, bspw. der Trockensteherfütterung oder Färsenaufzucht, eingliedern lässt. Im Rahmen des hier vorgeschlagenen Projekts sollen der landwirtschaftlichen Praxis daher Mittel und Methoden an die Hand gegeben werden, um die Artenvielfalt mittelintensiv genutzter Grünlandbeständen gezielt zu erweitern und diese für eine ausgewogene Fütterung und positive Umweltwirkungen wirtschaftlich multifunktional nutzbar zu machen. Diese Ziele werden durch faktorielle Ansaatversuche in artenarmem Grünland in verschiedenen Regionen Bayerns in enger Kooperation mit Praxispartnern verfolgt.

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