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Ferkelverluste verringern: Auswirkungen einer verlängerten Säugezeit auf die Konstitution der Aufzuchtferkel

Beschreibung:

In der ökologischen Ferkelerzeugung sind hohe Ferkelverluste besonders nach dem Absetzen zu verzeichnen. Die Absetzsituation ist mit der Trennung von der Mutter, einer Futterumstellung und einer Gruppenneubildung verbunden u. erreicht die Ferkel in einer sehr sensiblen physiologischen Phase. Zum Zeitpunkt des Absetzens am 40. Lebenstag (Mindestsäugezeit nach den Richtlinien zur ökologischen Tierhaltung) befindet sich ein Ferkel etwa auf der Hälfte zwischen passiver und aktiver Immunität. Die Pufferkapazität im Darm ist nicht ausreichend stabil und der Enzymhaushalt ist noch nicht vollständig auf die Verdauung fester Nahrung ausgerichtet. Durchfallerkrankungen, Kümmern oder gar Verluste sind häufige Folgen. Nach derzeitigem Kenntnisstand scheint eine Verlängerung der Säugezeit geeignet, um den Gesundheitsstatus der Aufzuchtferkel zu stabilisieren und somit Verluste zu verringern. Um die Wirtschaftlichkeit des angestrebten Verfahrens zu sichern, ist eine Optimierung des Herdenmanagements erforderlich. Ziel des Projektes ist es, die Auswirkungen einer verlängerten Säugezeit auf die Konstitution von Aufzuchtferkeln, die unter ökologischen Bedingungen gehalten werden, zu untersuchen. Hierzu werden die Ferkel in der Versuchsvariante am 63. Lebenstag u. in der Kontrollvariante am 40. Lebenstag abgesetzt. In beiden Varianten werden die Parameter zur Tiergesundheit und -leistung kontinuierlich erfasst. Neben den Untersuchungen auf Endoparasiten (Kotproben) und der Sektion verendeter Ferkel werden Untersuchungen zum Immunstatus der Tiere und zum Durchfallgeschehen durchgeführt. Als Haltungssystem kommt eine kombinierte Gruppenhaltung für säugende Sauen (14 Tage Einzelbucht, anschließende Gruppenhaltung ferkelführender Sauen) zum Einsatz. Diese Auf-stallungsform wird als preisgünstigste Lösung bezeichnet, da aufgrund der verlängerten Säugezeit die Stallkapazitäten deutlich länger gebunden werden. Für ökologisch wirtschaftende Ferkelerzeugerbetriebe sollen Empfehlungen und Strategien für eine erfolgreiche Ferkelaufzucht abgeleitet werden. Vortragsveranstaltungen und Veröffentlichungen sind vorgesehen.

Ausführendes Institut:

Institut für Ökologischen Landbau (TI-OL) Details von Institut für Ökologischen Landbau

Übergeordnete Institution:

Johann Heinrich von Thünen-Institut - Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (TI) Details von (TI) (Niedersachsen)

Laufzeit:

21. 12. 2004 - 31. 12. 2007

Projektbudget:

254.276 €

Förderprogramm:

Fachgebiet:

  • Tierzucht
  • Tierernährung

Forschungszweck:

Angewandte Forschung

Förderer:

  • Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Details von (BMELV)

Träger: