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Einfluss der Fütterungstechnik und des Angebots von Beschäftigungsmaterial auf das Vorkommen von Federpicken und Kannibalismus bei nicht schnabelgekürzten Puten
Projekt
Förderkennzeichen: FLI-ITT-08-CE-0023
Laufzeit: 01.02.2002
- 31.01.2013
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Ziel der Studie war es, praxistaugliche Möglichkeiten, die bei Mastputen zur Reduktion von Federpicken und Kannibalismus beitragen können, zu entwickeln. Schwerpunktmäßig soll analysiert werden, welche Effekte eine Anreicherung der Haltungsumwelt in Form eines in regelmäßigen Abständen wechselnden Angebotes von Beschäftigungsmaterialien sowie eine modifizierte Fütterungstechnik auf die Prävalenz von Federpicken und Kannibalismus bei Puten hat.
Ergebnisse: Die gewählten Beschäftigungsmaterialien haben ihre Eignung als Elemente der Haltungsanreicherung durchaus bewiesen. Sie zeigten dabei keine negativen Auswirkungen auf die Tiergesundheit oder die Mastleistungen der Puten. Das in der vorliegenden Studie im wöchentlichen Rhythmus gewechselte Angebot von Beschäftigungsmaterial führte allerdings nicht wie erhofft zu einer gravierenden Senkung der Prävalenz von Kannibalismus, weshalb ein Beschäftigungsmangel als alleiniger Grund für das Auftreten von Kannibalismus bzw. Beschädigungspicken nicht verantwortlich gemacht werden kann. Die Verlängerung der Futteraufnahmedauer aufgrund eines reduzierten Futterspiegels in der Futterschale hatte bei den Putenhähnen einen Effekt hinsichtlich der Anzahl an pickenden Tieren. Eine nachhaltige Reduktion war durch das Angebot von Beschäftigungsmaterial bei den Puten des untersuchten Mastdurchganges jedoch nicht zu jedem Zeitpunkt mit hinreichender Wirkung zu erzielen.
Abschnittsübersicht
Fachgebiete
- Spezielle Tierarten
- Nutztierethologie