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Vergleichende Untersuchungen zur tiergerechten Betäubung und Tötung von Krustentieren

Projekt

Ernährung und Verbraucherschutz

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zum Forschungsziel 'Ernährung und Verbraucherschutz'. Welche Förderer sind dazu aktiv? Welche Teilziele gibt es dazu? Schauen Sie nach:
Ernährung und Verbraucherschutz


Förderkennzeichen: 2812HS009
Laufzeit: 01.10.2012 - 31.12.2014
Fördersumme: 190.507 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung

Im Jahr 2009 wurde das EU-Recht zum Tierschutz beim Schlachten novelliert. Die Verordnung (EG) Nr. 1099/2009 enth√§lt jedoch keine Vorschriften √ľber das T√∂ten von Nichtvertebraten. Es obliegt somit den Mitgliedstaaten, diesen Bereich in eigener Zust√§ndigkeit zu regeln. Gem√§√ü geltendem deutschen Recht d√ľrfen Krustentiere derzeit grunds√§tzlich nur durch Verbringen in stark kochendes Wasser get√∂tet werden (¬ß 13 Absatz 8 Tierschutz-Schlachtverordnung). Diese Methode steht seit einiger Zeit aufgrund von Hinweisen zur Wahrnehmungs- und Schmerzempfindung bei Wirbellosen in zunehmender Kritik. Die in Deutschland praktizierte T√∂tungsart des Verbringens in kochendes Wasser ist damit auch aus der Perspektive eines zeitgem√§√üen Tierschutzgedankens heraus zu √ľberpr√ľfen. Mittels geeigneter wissenschaftlicher Untersuchungen soll daher der Frage nachgegangen werden, ob trotz des anatomisch unterschiedlichen Nervensystems bei Crustaceen und Vertebraten eine vergleichbare Schmerz- bzw. Leidenswahrnehmung besteht. Dazu sind wissenschaftlichen Studien bzgl. alternativer Bet√§ubungs- und T√∂tungsmethoden von Krustentieren erforderlich, bei denen Indikatoren zur exakten Bestimmung des Verlustes und der Wiederkehr des Bewusstseins mit Hilfe elektrophysiologischer Parameter ermittelt werden. Folgende methodische Ans√§tze sollen auf ihre Eignung hin √ľberpr√ľft werden: Erhitzen des Wassers (herk√∂mmliche Hei√üwassermethode), Abk√ľhlen des Wassers mit Eis, Elektrische Stimulation des Wassers (Elektrobet√§ubung), Versetzten des Wassers mit CO2 und das Versetzen des Wassers mit Magnesiumchlorid.

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