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Integration von Habitatstrukturen in landwirtschaftlich genutzte Flächen zur Förderung von Bestäuberinsekten (INTEGRA)

Projekt


Förderkennzeichen: 2819NA111
Laufzeit: 22.06.2021 - 21.06.2024
Fördersumme: 173.276 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Agrobiodiversität, Agroforstwirtschaft, Betriebsplanung, Bienen, Digitalisierung, Digitale Welt, digital world, Erzeugung, Klima (Klimarelevanz / Klimaschutz /Klimawandel), Modellierung, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz

Ziel des INTEGRA-Projektes ist die Entwicklung eines frei verfügbaren Softwaretools zur räumlichen Planung der Habitateigenschaften von Agrarsystemen auf wissenschaftlicher Grundlage. Das Softwaretool integriert erstmals vorhandenes Wissen und im Projekt neu erarbeitetes Wissen zur Einbringung von Bäumen, Sträuchern und Blühpflanzen in die Agrarlandschaft, um ein ganzjähriges diverses Nahrungsangebot für typische Bestäuberinsekten (Honigbiene, Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge) sicherzustellen sowie das Nistplatzangebot zu optimieren. In dem intuitiv bedienbaren Tool kann der Praktiker nun Bäume, Büsche und Blühstreifen räumlich anordnen und den Effekt auf die Bestäuberinsekten hinsichtlich der Habitateignung seiner Flächen quantifizieren. Die Reichweiten der Bestäubungsleistung der Insekten werden dabei räumlich modelliert, ebenso das Wachstum und das Blütenangebot von Bäumen und Büschen im Jahresverlauf und über die Jahre hinweg. Zusätzlich werden Nebeneffekte und Interaktionen zwischen Bäumen und Büschen und den landwirtschaftlichen Feldfrüchten wie Beschattung, Wurzelkonkurrenz sowie Kohlenstoffspeicherung mit ökophysiologischen Modellen berechnet, um eine optimierte Anordnung zu erreichen. Im Projekt ist ein intensiver Wissensaustausch mit Praktikern vorgesehen sowie eine rechtliche Einordnung der Maßnahmen, so dass der Planer im Tool bereits die rechtlichen Rahmenvorschriften und eventuellen Fördermaßnahmen während des Planungsvorganges abrufen kann. Durch das INTEGRA-Planungstool wird dem Landwirt erstmals ein leistungsfähiges Werkzeug zur räumlichen Planung der ökologischen Intensivierung an die Hand gegeben, das durch offene Schnittstellen sofort in Big-Data Applikationen zur Landwirtschaft 4.0 eingebunden werden kann. So kann der Landwirt als Akteur selbst den Schutz und die Förderung der Bestäuberinsekten auf den von ihm bewirtschafteten Flächen planen und optimiert umsetzen.

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Fachgebiete

Ausführende Einrichtung

Universität Hohenheim (UH)

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