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Nationales Wissensnetzwerk Kupierverzicht. Koordination (NaWiK)

Projekt


Förderkennzeichen: 2818MDT520
Laufzeit: 01.10.2019 - 30.09.2021
Fördersumme: 533.620 Euro
Forschungszweck: Angewandte Forschung
Stichworte: Tierschutz, Tierwohl, Wissenstransfer, Vernetzung, Schweine, Prävention, Haltungsverfahren, Haltungstechnik,

Der Kupierverzicht beim Schwein ist eine Herkulesaufgabe - nicht nur für deutsche Schweinehalter. Zunächst gilt es, das Schwanzbeißen bei den Schweinen in den Betrieben zu reduzieren und entsprechende betriebsindividuelle Maßnahmen einzuleiten. Durch die verschiedenen Projekte und Praxiserfahrungen bis hin zu den Modell- und Demonstrations¬betrieben gibt es bereits umfangreiches Wissen zu dem Thema. Entscheidend wird sein, dies in die Breite der Betriebe zu bringen. Der von den deutschen Agrarministern im Rahmen der AMK im September 2018 auf den Weg gebrachte Aktionsplan wird dazu führen, dass sich alle Schweinehalter bundesweit zeitnah noch viel stärker mit der Thematik auseinandersetzen müssen. Wesentlich stärker als bisher werden Betriebe gegenüber ihren Überwachungsbehörden darlegen müssen, wie das Kupieren der Schwänze auf den gesetzlich zugelassenen Einzelfall begrenzt wird. Die weiteren Aktivitäten der EU-Kommission bzw. der DG Sante werden maßgeblich davon abhängig sein, wie weit dargelegt werden kann, dass der Aktionsplan und somit die Vorgaben der EU-Richtlinie RL 2008/120/EG entsprechend umgesetzt werden. Letztendlich wird es auch darum gehen, den Erfolg des Aktionsplans an der Steigerung des Anteils unkupierter Schweine in Deutschland zu messen. Im Rahmen dieses Projektes sollen die schweinehaltenden Betriebe bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Kupierverzicht unterstütz werden. Ein wesentlicher Punkt ist die Schaffung einer Datengrundlage zur Ermittlung der Ist-Situation auf den Betrieben in Deutschland und einer späteren Evaluation der eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen, um den Fortschritt auf den Betrieben feststellen zu können. Weiter soll das Wissen bisheriger sowie neu gewonnener Ergebnisse und Praxiserfahrungen zur Reduzierung von Schwanzbeißen und zum Kupierverzicht auf die Betriebe, zu den Tierärzten und Beratern transferiert werden.

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