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Aufbau eines Clusters zur Bereitstellung von aktuellen Fernerkundungsprodukten für die Landwirtschaft Teilprojekt 1 (AGRO-DE)

Projekt


Förderkennzeichen: 2815704815, JKI-PB-08-1230
Laufzeit: 01.07.2016 - 30.06.2019
Fördersumme: 388.103 Euro
Forschungszweck: Bestandsaufnahme & Abschätzung

Fernerkundungsdaten liefern Informationen über den aktuellen Zustand und biophysikalische Eigenschaften landwirtschaftlicher Flächen, die ein wichtiges Hilfsmittel für die praktische Landwirtschaft darstellen. Im Rahmen des Copernicus Programms der EU wird ab 2014 eine neue Flotte von Erdbeobachtungssatelliten (Sentinels) bereitgestellt, die operationellen Satellitendaten in bisher nicht gekannter Menge, zeitlicher Auflösung und technischer Qualität liefern. Die dabei entstehenden Datenmengen von bis zu mehreren Petabyte pro Tag (volle Ausbaustufe: Radardaten alle 6 Tage, optische Daten alle 3 Tage) stellen allerdings enorme Herausforderungen an die Datenzugangs-, Datenverarbeitungs- und Datenauswerteverfahren, sowie Infrastrukturen. Nach bisherigem Stand sind die Sentinel-Datenströme für die landwirtschaftliche Praxis in unaufbereiteter Form faktisch nicht nutzbar. Mit dem Projekt AGRO-DE soll eine Daten- und Auswertungs-Cluster geschaffen werden, das es landwirtschaftlichen Betrieben und Beratern, Lohunternehmern und Serviceprovidern ermöglicht, die vorverarbeiteten Fernerkundungsinformationen zeitnah nutzen zu können und in ihre Betriebsabläufe zu integrieren. Die Informationen sollen dabei in verschiedenen Formen (z.B. als Karten- und Datendienste) Informationstiefen (Bilddaten, Informationsextraktion, dynamisches Modellierungsergebnis) und Abrechnungsmodellen (kostenfrei und als Dienstleistungen) bereitgestellt werden. Mit aufbereiteten Fernerkundungsdaten wird es nun möglich, auch landwirtschaftliche Betriebe zu erreichen, die bisher aufgrund ihrer Größe und technischen Ausstattung nicht im Zentrum der Fernerkundungsnutzung standen. Insbesondere kleinstrukturierte Betriebe und Betriebe mit ökologischen Landbau erhalten so die Möglichkeit an der technischen Entwicklung teilzuhaben und auch ohne große Start-Investitionen Ressourcen-effiziente teilflächenspezifische Bewirtschaftung zu testen und zu nutzen.

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