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Nicht deklarierter Zusatz von Fremdeiweißen und zugesetzten Eiweiß-Hydrolysaten zu Fleischerzeugnissen: Erarbeitung geeigneter Analysenmethoden zum NachweisTeilprojekt I: Entwicklung von Analysenmethoden zum Nachweiß von FremdeiweißTeilprojekt II: Eiweiß-Hydrolysate

Projekt

Ernährung und Verbraucherschutz

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zum Forschungsziel 'Ernährung und Verbraucherschutz'. Welche Förderer sind dazu aktiv? Welche Teilziele gibt es dazu? Schauen Sie nach:
Ernährung und Verbraucherschutz


Förderkennzeichen: MRI-FL-08-1025
Laufzeit: 01.04.2014 - 30.06.2019
Forschungszweck: Experimentelle Forschung

Im Rahmen des Teilprojektes 1 des Forschungsvorhabens Erarbeitung von Analysenmethoden zum Nachweis nicht deklarierter Fremdeiweiße und zugesetzter Eiweiß-Hydrolysate zu Fleischerzeugnissen sollen Analysenmethoden zum simultanen Nachweis von Fremdeiweißen in Fleischerzeugnissen erarbeitet werden. Dabei soll zunächst geklärt werden, welche pflanzlichen und tierischen Proteinquellen neben Soja, Weizen, Lupine, Ei und Milch Einsatz finden und somit durch die zu erarbeitenden Analysenverfahren abzudecken sind. Ziel des Teilprojektes ist es, Analysenverfahren zu entwickeln, mit deren Hilfe der simultane Nachweis von Fremdeiweiß aus möglichst vielen potenziellen Proteinquellen realisierbar ist. Hierfür sollen einerseits indirekte Nachweismethoden auf DNA-Basis mittels Multiplex-Real time PCR erarbeitet werden. Andererseits sollen derzeit in der Entwicklung befindliche Verfahren zum direkten, massen-spektrometrischen Nachweis (HPLC-MS/MS) von Weizen, Soja, Milch und Ei anhand charakteristischer Markerpeptide nach enzymatischem Verdau weiterentwickelt werden. Die Nachweis-grenzen der zu erarbeitenden Verfahren sollen dabei im Bereich zwischen 0,1 und 1% liegen. Zur Methodenentwicklung sollen Referenzbrühwürste mit definierten Gehalten an verschiedenen Fremdeiweißen in unterschiedlichen Konzentrationen hergestellt werden. Dabei soll auch der Einfluss der thermischen Prozessierung auf die Nachweisbarkeit der Fremdeiweiße bei direktem und indirektem Nachweis eingehend untersucht werden. Abschließend sollen die erarbeiteten Methoden in Laborvergleichsuntersuchungen validiert werden.

Im Rahmen des Teilprojektes II sollen Analysenmethoden zum Nachweis des möglicherweise illegalen Zusatzes von Eiweißhydrolysaten zu Fleischerzeugnissen entwickelt werden. Dabei kommen prinzipiell zwei Strategien zum Einsatz: 1. Die Bestimmung und der Vergleich von spezifischen Aminosäure- bzw. Peptidmustern in Eiweißhydrolysaten und Fleisch bzw. Fleischerzeugnissen. 2. Die Suche nach spezifischen Substanzen in Eiweißhydrolysaten unterschiedlicher Herkunft zur Entwicklung von Markern für deren Zusatz zu Fleischerzeugnissen.

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